Bayerisches Moor-und Torfmuseum Rottau

Das Museum ist in der ehemaligen Zimmerei der Justiz Vollzugs-Anstalt untergebracht. Dieses Gebäude steht unter Denkmalschutz und vermittelt bereits beim Eintritt die Atmosphäre der Vorkriegszeit.
In den Sammlungen zur Moorkunde werden die Nieder- und Hochmoore Bayerns anhand von Karten, Photos und Pflanzen vorgestellt. Daran schließen sich Sammlungen zur Torfwirtschaft mit Arbeitsgerät beim Handtorfstich sowie mit Fahrzeugen und Maschinen des industriellen Torfabbaus an.
Von besonderem Interesse ist die einzige vollständig erhalten gebliebene Torfballenpresse, die im s.g. Torfbahnhof (nebem dem Museumsgebäude) installiert ist.
Als zusätzliche Attraktion wird eine Fahrt mit einem Feldbahnzug auf vorhandener Schmalspur (880 mm) angeboten.


Das Museumsgebäude im Winter 2013 als Panoramabild.



Bild: Foto Schmuck, Blick in die Sammlung Handtorfstich

 Herausragende Exponate

Als solche sind in der Sammlung Moor Teile eines keltischen Bohlenweges und die Moorleiche Rosalinde (Nachbildung) anzusehen.

Rosalinde - eine bayerische Moorleiche

1957 wurde in Peiting bei Schongau beim Torfabbau eine Moorleiche gefunden. Die junge Frau wurde vor ca. 500-600 Jahren nach der Geburt eines Kindes im Moor beigesetzt. Das Original befand sich bis 2003 im Deutschen Textilmuseum in Neumünster (Schleswig-Holstein). Mehr dazu



Bild: Foto Schmuck Nachbildung der Moorleiche

Keltischer Bohlenweg aus der Rottauer Filzen

 Aufgrund einer wissenschaftlichen Grabung im Jahr 1967 konnte der Weg in die Zeit um ca. 600 v.Chr. datiert werden.


Bild: Dr.Hans Schmeidl : Ausgrabung des Bohlenweges